Personalisierte Spitzenmedizin im Schloss Werneck

Schloss Werneck ist bayernweit – vielleicht sogar bundesweit – einzigartig. Dabei denkt man nicht nur an die einmalige Schönheit des ehemaligen Sommerschlosses der Würzburger Fürstbischöfe, sondern auch an die ungewöhnliche Verwendung dieses historischen Bauwerks als hochmoderne Klinik. Mit mehr als 1000 künstlichen Hüft- und über 850 Kniegelenken pro Jahr zählt das Orthopädische Krankenhaus Schloss Werneck zu den Top-10-Kliniken für Endoprothetik in Deutschland.

Freilich kann eine Klinik sich nur dann als hochmodern behaupten, wenn man ständig am Ball bleibt. Der Bezirk Unterfranken, Träger des Orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck investiert seit vielen, vielen Jahren immer wieder neu in diese bedeutende medizinische Einrichtung. Durch eigene Spezialinstrumente ist die Klinik Pionier bei minimal-invasiven Prothesenoperationen. Werneck hält im Hüftbereich alle Systeme von der minimal-invasiven Kurzschaft-Prothese bis zu Spezial-Prothesen (Keramik-Keramik-Großkopf) für Patienten mit sportlichen Ambitionen vor. Zudem verfügt die Klinik, um ein weiteres Beispiel zu nennen, über eines der modernsten OP-Zentren Deutschlands.

Dieses Buch aus der Feder von Prof. Christian Hendrich, dem Ärztlichen Direktor der Klinik, lässt kein Detail aus, das man als interessierter Laie im Zusammenhang mit der Orthopädie wissen sollte. Hendrich erweist sich als exzellenter Stilist, der in Form eines lockeren Interviews kein Thema auslässt, ob es sich nun um künstliche Gelenke dreht oder um Bandscheibenvorfälle, Sportunfälle oder Unfallchirurgie und vieles mehr. Dabei scheut sich der renommierte Mediziner auch nicht davor, heiße Eisen anzufassen – etwa wenn es um Gesundheitspolitik geht oder um die Frage, ob in Deutschland tatsächlich zu viel operiert wird. Kämpferisch, pointiert und stets konzise treibt Hendrich seine Argumentation voran. Dabei bleibt aber stets die Information für die Patienten im Vordergrund.

Prof. Christian Hendrich hat hier ein Buch vorgelegt, das sicherlich zahlreiche Leser finden wird. Ein Buch, das vielleicht ähnlich einmalig ist wie Schloss Werneck.


Vorwort aus dem Buch "Achtung OP"

In Deutschland wird zu viel operiert. Sagt zumindest die AOK. Und viele Medien und Gesundheitspolitiker wiederholen es gerne.  Was aber sagt ein Patient, der Schmerzen leidet? Hilft ihm die Statistik oder ist er noch mehr verunsichert? Wem soll er glauben? Seinem Körper, seinem Arzt oder der Krankenkasse? Der Patient informiert sich also. Aber wo? In den Medien zählt vor allem die spektakuläre Schlagzeile. Zahlen, die Deutschland eher in einem mittleren Bereich sehen, werden da gerne überlesen. Also ab ins Internet. Vielleicht geht es Ihnen ja genauso wie mir: Die mächtigen Internet-Suchmaschinen werden mittlerweile von Verkaufs-Anzeigen dominiert. 

Selbst als Profi finde ich das Angebot eher verwirrend als wirklich informativ. Also doch zum Arzt. Aber: Er will doch an mir vor allem etwas verdienen – sagt die Kasse. Und: Hat er auch wirklich die neueste Methode, die im Internet so gut funktioniert? Der „mündige Patient“ ertrinkt in der Informationsflut – nur seine Schmerzen sind immer noch da.

Selbst nach dem Arztbesuch wünscht sich die Hälfte der Patienten weitergehende Informationen. Mit „Achtung OP“ möchte ich diesen Informationshunger zumindest für die Orthopädie stillen. Die wichtigsten Fragen aus tausenden von Patientengesprächen und zahlreichen Patiententagen werden Ihnen im Interview-Stil beantwortet. Wir besprechen die relevanten orthopädischen Krankheitsbilder und ihre neuesten Behandlungsmethoden. Hinweise zu den gesundheitspolitischen Hintergründen und die durchaus gemischten Zukunftsperspektiven der modernen Orthopädie sollen Ihnen die Einordnung der Informationen erleichtern.

Ein Buch kann ein Gespräch zwischen Arzt und Patient niemals ersetzen. Und natürlich kann ich Ihnen nur meine subjektive Sichtweise der Dinge erklären – ärztliche Kollegen mit anderer Erfahrung werden teilweise andere Empfehlungen geben. Bewusst haben wir ein Buchformat  gewählt, das Sie auch im Liegen lesen können. Es ist hoffentlich gelungen, Ihre Sprache zu sprechen und Dinge zu erklären, die für Ihre Entscheidung wichtig sind.

Die wichtigste Botschaft ist folgende. Der Orthopäde sagt nie: „Sie müssen.“ Er sagt auch nicht: „Sie sollen.“ Aber er sagt: „Wir können.“

Falls Sie das aus meinem Mund direkt hören wollen – an drei Tagen pro Woche habe ich Sprechstunde.  Ansonsten freue ich mich über Ihre Meinung, Anregungen und Kritik jederzeit unter christian.hendrich[at]kh-schloss-werneck.de

Ihr Prof. Dr. med. Christian Hendrich